Kühlen mit der Wärmepumpe – geht das?

03 Juli 2026

Wenn von Wärmepumpen die Rede ist, denken die meisten zuerst an effizientes Heizen im Winter. Doch viele Wärmepumpen können mehr: Sie lassen sich auch zum Kühlen von Gebäuden nutzen.

Das Kühlen mittels Wärmepumpe ist in vielen Fällen eine praktische Zusatzfunktion. Allerdings gilt: Nicht jedes Wärmepumpensystem kann automatisch kühlen. Ob dies möglich ist, hängt von der Art der Anlage, dem eingesetzten Wärmepumpensystem und der Gebäudetechnik ab. Wer die Möglichkeit zum Kühlen nutzen möchte, sollte deshalb bereits bei der Planung prüfen, ob die gewählte Wärmepumpe dafür ausgelegt ist.

 

Gerade in Zeiten immer heisserer Sommer gewinnt diese Funktion zunehmend an Bedeutung. Sie ermöglicht es, die Raumtemperatur auf angenehme Weise zu senken und den Wohnkomfort deutlich zu erhöhen.

Wie funktioniert das Kühlen mit einer Wärmepumpe überhaupt?

Vereinfacht gesagt macht die Wärmepumpe im Sommer das Gegenteil von dem, was sie im Winter macht: Statt Wärme ins Haus zu bringen, wird überschüssige Wärme aus den Räumen nach draussen abgeführt.

Je nach Wärmepumpentyp gibt es zwei Arten der Kühlung:

  • Passive Kühlung: Vor allem bei Erdsonden-Wärmepumpen wird die natürliche Kühle des Erdreichs genutzt, um die Räume angenehm zu temperieren. Das funktioniert besonders stromsparend.
  • Aktive Kühlung: Hier arbeitet die Wärmepumpe ähnlich wie eine Klimaanlage und transportiert die Wärme aktiv aus dem Haus. Diese Variante kommt häufig bei Luft/Wasser-Wärmepumpen zum Einsatz.

Wichtig zu wissen: Die Kühlung mit einer Wärmepumpe sorgt in erster Linie für ein angenehmes Raumklima und erhöht den Wohnkomfort. Sie erreicht meist nicht die starke Kühlwirkung einer klassischen Klimaanlage, kann die Raumtemperatur aber spürbar senken.

Wie stark kann eine Wärmepumpe tatsächlich kühlen – ersetzt sie eine klassische Klimaanlage?

Wer eine Wärmepumpe zur Kühlung nutzt, sollte keine eisigen Raumtemperaturen wie in klimatisierten Einkaufszentren erwarten. Das Ziel ist vielmehr eine angenehme Temperatursenkung und ein spürbar höherer Wohnkomfort.

Je nach System lassen sich die Raumtemperaturen oft um einige Grad reduzieren. Bereits eine Absenkung von zwei bis vier Grad kann an heissen Sommertagen als deutlich angenehmer empfunden werden.

Besonders gut funktioniert die Kühlung in Kombination mit Flächenheizungen wie:

  • Fussbodenheizungen
  • Wandheizungen
  • Deckenheizungen

 

Diese Systeme verteilen die Kühlung gleichmässig im Raum und sorgen für ein angenehmes Raumklima ohne Zugluft.

Eine klassische Klimaanlage hat jedoch weiterhin Vorteile, wenn sehr tiefe Raumtemperaturen oder eine schnelle Abkühlung gewünscht sind. Zudem kann sie die Luft aktiv entfeuchten, was bei hoher Luftfeuchtigkeit als besonders angenehm empfunden wird.

Die Wärmepumpe versteht sich daher eher als Lösung für eine sanfte und energieeffiziente Komfortkühlung als direkter Ersatz einer leistungsstarken Klimaanlage.

Fest steht: Mit den steigenden Temperaturen gewinnt das Kühlen mit der Wärmepumpe zunehmend an Bedeutung. Für viele Hausbesitzer wird die Wärmepumpe damit nicht nur zur Heizlösung der Zukunft, sondern auch zu einem wichtigen Baustein für mehr Wohnkomfort im Sommer.

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